Braut
Versteigerung
Als
oft gern gesehene Aktion auf Hochzeiten hat sich die Braut Versteigerung
etabliert. Neben dem doch sehr aufwändigen Brauch des Braut
Stehlens, ist die Versteigerung der Braut mit deutlich weniger Aufwand
behaftet. Während der eigentlichen Hochzeitsfeier "schnappt"
sich ein Bekannter des frischen Paares die Braut. Der Bräutigam
muss seine Braut nun wieder freikaufen. Dies geschieht in Form einer
Versteigerung.
Was
ist dem Bräutigam seine Braut wert?
Der
eigentliche Sinn dieses Brauches ist es, spielerisch auszureizen,
wie viel der Bräutigam bereit ist, für seine Braut auszugeben.
Dabei bieten die Gäste stets eifrig mit, um den Bräutigam
an seine Grenzen zu bringen. Bei jeder weiteren Steigerung steht
er nun vor der Frage, ob ihm die Braut für diesen Wert genug
ist, um sie für die gemeinsamen Flitterwochen freizukaufen.
Die Gäste oder der Gast, der die Braut Versteigerung plant,
sollte im Vorfeld jedoch mit einigen vertrauten Gästen abklären,
in der welchen Beträgen sich die Braut Versteigerung bewegen
wird.
Geld
sammeln oder selber zahlen?
Häufig
wird der Bräutigam auch vor die Aufgabe gestellt, Geld zu sammeln,
um seine Braut freizukaufen. Mit ein wenig Glück kann der Mann
bei den Gästen "Taler" sammeln. In manchen Fällen
muss der Bräutigam jedoch sehr schwierige Aufgaben bewältigen,
bei deren Durchführung er zum Alleinunterhalter für die
Gäste wird. Hierbei geht es darum, zu zeigen, dass der Bräutigam
bereit ist, jede Aufgabe, sei sie auch noch so schwer, anzugehen
und zu bestehen, um das Leben mit seiner Braut zu verbringen. Dies
wird auch veranschaulicht, wenn der Bräutigam selber zu zahlen
hat. Bei dieser Variante ist der Betrag der Indikator für die
vorhandene oder nicht vorhandene Bereitschaft, Schwierigkeiten in
Kauf zu nehmen und zu lösen.
Übertreiben
ist gut - aber bitte in Maßen
Bei
den Gästen kommt es in der Regel sehr gut an, wenn man noch
eine Stufe höher geht, sobald der Bräutigam denkt, er habe
die Braut Versteigerung überstanden. So kann man die Braut,
natürlich auf angemessene Art und Weise, mehrfach fesseln. Zunächst
fesselt man die Braut mit einem gut sichtbaren Seil. Dann kann man
jedoch noch die Hände auf den Rücken legen und Handschellen
anlegen. Denkt der Bräutigam, er habe es geschafft und wägt
sich in Sicherheit, wird er darauf hingewiesen, dass er noch eine
weitere Schwierigkeit gibt, von der es die Braut freizukaufen gilt.
Nun beginnt die Braut Versteigerung erneut. Diese Fortführung
sollte sich jedoch in Maßen halten.
Der
Erlös für die Braut
Je
nach dem, wie hoch man bei der Braut Versteigerung bereit ist, zu
gehen, kann der Erlös für die Braut für verschiedene
Dinge eingesetzt werden. Wird unter den Gästen gesammelt, dann
ist der Betrag an sich nicht so sehr von Bedeutung. Ganz im Gegenteil,
es stehen die Bemühungen des Bräutigams im Vordergrund.
Sofern man hier im Vorfeld abklärt, wie viel jeder maximal und
mindestens beisteuert, kann hieraus ein weiteres Geschenk der Gäste
an das Brautpaar werden.
Ist der Bräutigam gezwungen, selber das Lösegeld für
die Braut Versteigerung zu zahlen, sollte man auch hier im Vorfeld
einen Bereich ausmachen, in dem sich die Gebote aller Voraussicht
nach bewegen werden. Solange sich die Versteigerung dann in einer
gewissen Region abspielt, kann der Erlös auch tatsächlich
zu Gunsten des "Entführers" gehen.